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Schenkkreise, Herzkreise und wie sie alle heißen, funktionieren nach dem Schneeballsystem. D.h. nach jeder “Spielrunde” sind für jeden Beschenkten (meist) acht neue Geldgeber zu finden. Die Zahl der zu findenden neuen Geldgeber steigert sich exponentiell mit der Existenzdauer des Kreises.
Damit ein Neueinsteiger, der schon bezahlt hat, auch nur eine theoretische Chance hat selbst einmal beschenkt zu werden, ist er gezwungen, selbst neue Opfer zu finden.
Natürlich bestreiten die Hintermänner immer, daß es sich um ein Schneeballsystem handelt. Und ebenso selbstverständlich wird behauptet, es sei selbstverständlich niemand gezwungen neue Teilnehmer zu finden. Dies ändert aber nichts an der Tatsache, daß nur so das System funktioniert und diese Leute wissen das.
Man muß es aussprechen: Geld vermehrt sich nicht von allein! Wenn Geld rauskommen soll, muß immer mehr Geld in das System investiert werden. Wer behauptet, es handele sich um ein Spiel und es funktioniere schon deswegen, weil die Beschenkten ja wieder als Neuteilnehmer einsteigen und einen Teil des Geschenkten einzahlen, glaubt an das Wunder der Geldvermehrung aus sich heraus.
Verbrämt werden die eigentlichen Absichten in einer Wolke aus Freundlichkeit und Esoterik. Ein Profi in Schenkkreiskreisen wollte einem Interessenten doch wirklich einreden, daß diese Kreise endlich eine Alternative zum Zins-Geld-System seien. Andere Teilnehmer schenken sich nebenbei Bücher wie “Bestellung beim Universum” in denen allen ernstes ausgeführt wird, alle Wünsche gingen in Erfüllung, wenn man sie nur im allharmonischen Versandhaus des Universums richtig abgibt. Von der Glückseligkeit des Schenkens und Gebens wird viel gesprochen. Die Hintermänner reden untereinander Klartext: Nehmen ist uns lieber, als Geben!
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