Neue Möglichkeiten für Kriminelle
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Schon unter >es wird gefährlich< haben wir kurz geschildert, wie bestimmte Kreise funktionieren. Nach unserer Auffassung ist die Grenze zur Straftat in den geschilderten Varianten bereits überschritten.
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Es gibt nach unserer Ansicht zwei Hauptmotive Schenkkreise zu gründen:

1. Geldbeschaffung

Betrüger oder Abzocker gründen einen Kreis, um so an das Geld gutgläubiger Menschen zu kommen. Sie verteilen sich strategisch im Chart. Der Kreislauf beginnt, wenn der erste echte Teilnehmer einsteigt und läuft solange, bis kein neues Opfer mehr gefunden wird, der Kreis also stehen bleibt. Spätestens jetzt tauchen die Gründer oder Abkassierer ab. Was der Betrogene hat, sind Vornamen, tote Email-Adressen oder Handynummern, die nicht erreichbar sind.

2. Geldwäsche

Nach vorsichtiger Schätzung waren im Sommer 2003 in Deutschland etwa 500 Schenkreise aktiv, die einen Einsatz von 5000 Euro erfordern. In der ersten Schenkrunde bedeuted das, daß der Betrag von 20 Millionen Euro als Einsatz fällig wird. Nach der ersten Runde geht es dann um 40 Millionen Euro. Werden danach die Schenkkreise gewechselt, geht nach etwa 2 Monaten alles mit neuem Geld von vorne los. Man stelle sich vor, daß von diesem Geld auch nur ein Teil nicht versteuert ist oder aus kriminellen Quellen stammt. Nach drei oder vier Schenkungen läßt sich die Herkunft des Geldes nicht mehr nachweisen. Eine Mischung aus ahnungslosen Schenkern, Beschenkten und falschen Angaben in den Schenkungsurkunden macht jede Recherche sinnlos.
 

Wie das im einzelnen funktioniert werden wir hier nicht erklären. Wir haben keine Lust Anleitungen zur Geldwäsche zu verbreiten. Gerne aber erläutern wir Finanzämtern und Staatsanwälten alle Details.

Natürlich versuchen die Kreise auch hier jeden Zweifel zu zerstreuen. Jeder muß erklären, daß das geschenkte Geld versteuert ist. Was für einen Wert hat aber so eine Erklärung, wenn der Erklärende nicht unter Vorlage seines Ausweises den Beweis dafür antritt?
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