Es wird gefährlich!
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Welches sind die Signale, daß ein Schenkkreis gefährlich wird?

Schon diese Frage ist falsch. In dem Moment, da ein Interessent mit dem Gedanken auch nur spielt, sein Geld einzuzahlen, ist er eingebrochen.

Es gehört zum unabwendbaren Schicksal eines Schenkreises, daß es ihn nur wenige Schenkrunden gibt. Fast alle Kreise laufen sich spätestens nach der dritten Teilung (Schenkrunde) tot. Es können nicht mehr genug neue Geldgeber gefunden werden. Die Hintermänner wechseln die Region und suchen neue Opfer.

Es gibt Indizien für das bevorstehnde Ende eines Kreises:

1. Sponsoring

Sponsoring bedeutet, daß ein Geldgeber zwar bereit steht, dieser aber nicht den vollen Betrag geben will. Dies bedeutet, daß der Pool möglicher Opfer nahezu ausgeschöpft ist. Üblicherweise tritt dann einer der Hintermänner als angeblicher Interessent auf, der aber arm sei und deshalb nur einen Teil des Betrags geben könne. Die schon um ihr Geld erleichterten Teilnehmer schöpfen Hoffnung und treten als Sponsor auf, d.h. sie verpflichten sich, den Einsatz bis zum vollen Betrag aufzufüllen. Sie wollen wenigstens einen Teil ihres Geldes retten und gehen in die Falle. Ein anderer Hintermann bestätigt die guten Absichten des Gesponsorten und schon fließt neues Geld in den Kreis. Da in den gefährlichen Schenkkreisen selten Geld sichtbar den Besitzer wechselt, schöpft niemand Verdacht. Danach ist der Kreis tot!

2. Laufzeit

Wenn Sie von einem Schenker laufend bedrängt werden doch auch mitzumachen, deutet das darauf hin, daß dem Kreis die Geldgeber fehlen und die Schenktermine immer weiter hinausgeschoben werden. Im Kreis herrscht jetzt Panik. Normalerweise breiten sich die Kreise in großer Verschwiegenheit aus. Teilnehmer zögern oft, ihre Teilnahme einem größeren Bekanntenkreis zu offenbaren. Wenn sie diese Scheu überwinden, ist der Kreis kurz vor dem Ende.

3. Teilschenkungen

Die Teilnehmer treffen sich. Einer der Hintermänner erklärt, heute sei zwar eine Schenkung durchzuführen, allerdings seinen 3 oder 4 der Schenker verhindert oder krank. Man könne die Schenkung jedoch auch teilweise durchführen. Dies bedeutet, daß unter den angeblichen Schenkern Hintermänner waren, die natrülich nichts einzahlen, oder daß echten Schenkern Skrupel gekommen sind, man aber die anwesenden Willigen abkassieren möchte. Um das ganze noch plausibler zu machen, ist es schon vorgekommen, daß ein Teilnehmer vorgibt, die Schenkung eines Abwesenden als Bote zu überbringen. Er übergibt dann dem Beschenkten einen dicken Briefumschlag, der angeblich das Geld enthält. Alle anderen äußern Bewunderung über soviel Treue und die Schenker geben ihren Teil gerne. Ob Geld in dem Umschlag war, fragt keiner.


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